Man sagt ja, dass Blutspenden nicht nur anderen helfen kann, sondern auch gut für den Spender selbst gut ist. Hat jemand von euch Erfahrungen ob es die Leistungsfähigkeit spürbar herabsetzt bzw noch einige Tage später Beeinträchtigungen bemerkbar sind?
Ich stelle die Frage in Bezug auf Wettkampfplanung und Blutspendetermine...
Vielleicht kann jemand darüber etwas berichten.
vlg bianca _________________ "Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was ich mir vorstellen kann!" Ingolf Winter
Blutspenden ist ne gute Sache, v.a., wenn man das Ganze selbst zu einem kleinen Gesundheitscheck nutzen kann. Hab ich früher gelegentlich gemacht. Ich würde das eher in der wettkampffreien Zeit machen, alles andere ist ein wenig riskant und der Wettkampf kann m.E. auch nix werden, wenn ein halber Liter Blut fehlt. Aber da kennt sich unsere Pharazeutin sicher besser aus!
Magere Leistungsläufer aufgepasst: mit Untergewicht nimmt einen eh keiner zum Blutspenden!
Anmeldungsdatum: Jan 19, 2005 Beiträge: 3 Wohnort: Hemmersdorf
Verfasst am: Mi, 10.März 2010 12:18 Titel:
Liebe Läuferinnen und Läufer,
durch euer Grundlagenausdauer-Training erhöht ihr unter anderem die Sauerstoffaufnahmekapazität des Blutes. Dies geschieht nicht zuletzt durch die vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen. Erhöhe ich jetzt durch Training in einer gewissen Zeit die Aufnahmekapazität um 10 % und lasse mit dann 10 % meines Blutes wieder abzapfen, geht diese Aufnahmekapazität natürlich wieder verloren und braucht eine geraume Zeit, um sich wieder aufzubauen. (dies ist als bildhafte Darstellung der wissenschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen, ich bin kein Sportwissenschaftler).
Deshalb würde ich meine Blutspende immer in der wettkampffreien Zeit machen, niemals vor wichtigen Wettkämpfen, oder wenn ich gerade dabei bin, die Grundlagenausdauer aufzubauen.
Ich hatte einen Athleten ein Jahr trainiert; aber obwohl alle TE richtig absolviert wurden, hat er sich nicht weiter entwickelt, bis ich aus Zufall erfahren habe, dass er 6 mal im Jahr zur Blutspende ging, weil er eine so seltene Blutgruppe hat. Daraufhin hat er sich binnen Wochen von 40:30 auf 38:40 min für 10 km verbessert (bei gleichen Umfängen und gleicher Methodik).
Nehmen wir z. B. einen Simon Ammann, der bei 1,72m 54 kg wiegt, das macht einen BMI von 18,25. Wäre er ein Krankenhauspatient, dürfte man bei ihm problemlos Kachexie verschlüsseln. Bei mehr als 18,5 spielt die Kasse nicht mit. Ob seine Olympiasiege allerdings eher auf den Verzicht der Blutspende als auf die Bindung zurück zu führen sind, weiß ich auch nicht. _________________ Ich mag ungerade Zahlen lieber als gerade.
Bakurian hat gemeint und Wiki hat folgendes geschrieben::
Unter Kachexie - als Kofferwort aus dem griechischen κακαξ = kakos = „schlecht“ und 'ηξiσ = hexis = „Zustand“[1] - versteht man eine krankhafte, sehr starke Abmagerung. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) versteht unter Kachexie einen Body-Mass-Index von unter 18. In der von der Sozialmedizinischen Expertengruppe herausgegebenen Kodierempfehlung Nr. 16 definiert der MDK eine Kachexie mit einem BMI unter 18,5 kg/m²
Mir hat man damals beim DRK gesagt, bei <50kg darf man nicht mehr Blutspenden. Ist bestimmt ohnehin vernünftig, bei geringem BMI darauf zu verzichten. Ich würde kreislaufmäßig vermutlich aus den Latschen kippen.
Anmeldungsdatum: Dec 24, 2007 Beiträge: 283 Wohnort: Nalbach
Verfasst am: Mi, 10.März 2010 19:17 Titel:
Hallo Bianca,
ich gehe (mit einigen längeren Unterbrechungen) schon seit meinem 20. Lebensjahr zum Blutspenden (das sind schon ein paar Jährchen).
Laufen gehe ich noch nicht so lange .
Mir geht es nach dem Blutspenden immer richtig gut, vor allem am nächsten Tag, ich fühle mich dann im Kopf irgendwie befreit, so als würde mir das Denken leichter fallen (ja, das kommt schon mal vor, und ich denke dann nicht nur ans Essen ); beim Laufen allerdings ist es genau anders, das fällt mir nach dem Blutspenden für 1 - 2 Wochen richtig schwer und das bestätigt sich auch bei meinem Puls der ist dann ca. 8 -10 Schläge höher als sonst.
Das ist mir schon oft aufgefallen und wenn ich die Ärzte beim Blutspenden danach fragte, dann war die Antwort eigentlich immer die gleiche. Nämlich wenn ich viel trinke vor, und vor allem auch nach der Spende und 1 - 2 Tage nur wenig laufe, wäre alles wieder beim alten.
Das kann ich aber leider so nicht bestätigen, also wie schon gesagt. ist Blutspenden eine gute Sache und ich werde auch weiterhin spenden, allerdings nur noch 1 - 2mal pro Jahr. Und in eine ernsthafte Vorbereitung und in deine Wettkampfzeit passt es nicht hinein.
LG
Claudia _________________ Der Gewinner vergleicht seine Leistungen mit seinen Zielen.
Der Verlierer vergleicht seine Leistungen mit denen anderer.
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Alle Logos und Markennamen auf dieser Seite sind das Eigentum der entsprechenden Rechteinhaber. Die Kommentare sind das Eigentum der Ersteller, der Rest ist (c) Markus Gietzen.